UAV-Systeme | VECTIS R Relay M2
VECTIS R Relay M2 – Oktokopter für schwere Relay-Nutzlasten
Koaxiale Oktokopter-Plattform für taktische Relay-, Funk-, Datenlink- und Netzwerkaufgaben mit erhöhter Nutzlastreserve.
VECTIS R Relay M2 ist als taktisches Relay-UAV für Einsatzprofile vorgesehen, bei denen Kommunikationshardware, Funkmodule, Antennen, Datenlink-Komponenten und projektspezifische Systemtechnik mehr Nutzlastreserve benötigen als eine Standard-VECTIS-Relay-Konfiguration.
Die Plattform basiert auf der VECTIS-/Kite-75-Systemarchitektur und nutzt vier Ausleger mit jeweils oberem und unterem Motor. Die koaxiale Auslegung schafft zusätzliche Antriebs- und Nutzlastreserven für Relay-Konfigurationen mit MANET-/Mesh-Funk, IP-basierter Systemanbindung und missionsspezifischer Kommunikationshardware.
Im Mittelpunkt steht die Relay- und Datenlink-Funktion. Optional kann eine kompakte, abnehmbare EO-/IR-Lagebildkamera mit Quickverschluss ergänzt werden, beispielsweise zur Umfeldkontrolle oder zur visuellen Unterstützung der Systempositionierung.
Ein Tetherbetrieb kann projektspezifisch ausgelegt werden. Wegen der unteren Propeller sowie der abweichenden Fahrwerks- und Landegeometrie wird VECTIS R Relay M2 jedoch nicht als Standardkonfiguration für die bestehende TELEVATOR-/Landering-Architektur geführt.
Relay-Konfiguration | Funk, Datenlink & IP-Netzwerk
Relay-Hardware, Datenlink und Netzwerkfunktion
VECTIS R Relay M2 ist für taktische Kommunikations- und Datenlink-Anwendungen vorgesehen, bei denen Funkmodule, Antennen, Netzwerkkomponenten, Mission-Computer und Energieversorgung als fliegende Relay-Plattform zusammengeführt werden müssen.
Die koaxiale Oktokopter-Ausführung schafft Nutzlast- und Integrationsreserve für anspruchsvollere Relay-Setups. Dadurch können mehrere Antennen, IP-fähige Funktechnik, Pufferakku, Verkabelung, Halterungen und projektspezifische Systemintegration gemeinsam bewertet werden.
Relay- und Funknutzlasten
Je nach Projektanforderung kann VECTIS R Relay M2 für MANET-/Mesh-Datenlinks, taktische IP-Funknetze, Video- und Telemetrieübertragung, Reichweitenerweiterung oder erhöhte Kommunikationsknoten konfiguriert werden. Die konkrete Auswahl der Funk- und Datenlink-Hardware hängt von Frequenzbereich, Reichweite, Verschlüsselung, Antennengeometrie und Einbindung in vorhandene C2-/Netzwerkstrukturen ab.
IP-basierte Systemarchitektur
Die Relay-Konfiguration kann in eine IP-basierte Systemarchitektur eingebunden werden. Dadurch lassen sich Video, Telemetrie, Steuerdaten, Netzwerkanbindung und missionsspezifische Datenströme über geeignete Datenlinks und Bodensysteme zusammenführen.
Optionale Lagebildkamera
Optional kann eine kompakte, abnehmbare EO-/IR-Lagebildkamera mit Quickverschluss ergänzt werden. Diese Kamera dient nicht als primäre Recon-Payload, sondern zur Lage- und Systemkontrolle oder zur ergänzenden Beobachtung während des Relay-Betriebs.
Technische Daten | Relay-Konfiguration
Technische Eckdaten VECTIS R Relay M2
Die technischen Eckdaten von VECTIS R Relay M2 hängen von Relay-Hardware, Antennengeometrie, Mission-Computer, Energieversorgung, Datenlink, optionaler EO-/IR-Lagebildkamera und Betriebsart ab. Die folgenden Angaben beschreiben eine realistische Arbeitskonfiguration für taktische Relay- und Datenlink-Anwendungen.
| Plattformklasse | koaxiale Oktokopter-Ausführung der VECTIS-M2-Systemarchitektur |
|---|---|
| Aufbau | vier Ausleger, je Ausleger ein oberer und ein unterer Motor/Propeller |
| Wheelbase | ca. 1.000 mm |
| MTOW-Klasse | bis ca. 12 kg, abhängig von Relay-Nutzlast, Akku, Antennen, Datenlink und Betriebsreserven |
| Leergewicht | ca. 5,2 kg als technische Arbeitsannahme ohne missionsspezifische Nutzlast |
| Akku-Konfiguration | typisch 2× 17.000 mAh 6S Semi-Solid, zusammen ca. 3 kg |
| Antriebsklasse | 6S-Antrieb mit Motoren der 20–22"-Propellerklasse, konfigurationsabhängig |
| Propeller | 22" bevorzugt für höhere Effizienz und Nutzlastreserve; 20" als kompaktere und robustere Alternative |
| Koaxialauslegung | koaxiale Anordnung mit konservativ berücksichtigtem Abstrom- und Interferenzverlust; für die technische Auslegung wird mit rund 15 % Reserveabzug gerechnet |
| Relay-Nutzlast | Funkmodule, Datenlink-Hardware, Antennen, Netzwerkkomponenten, Mission-Computer und Halterungen projektspezifisch konfigurierbar |
| Missionsnutzlast Akku | bis ca. 3,5–4,0 kg konfigurationsabhängig mit reduzierter Flugzeit; 5 kg nicht als Standardwert für Akku-Konfiguration |
| Optionale Kamera | kompakte, abnehmbare EO-/IR-Lagebildkamera mit Quickverschluss möglich |
| Flugzeit leichte Relay-Konfiguration | über 30 Minuten operativ realistisch bei geringer Zusatzlast und geeigneter Akku-Konfiguration |
| Flugzeit mittlere Relay-Konfiguration | ca. 24–30 Minuten, abhängig von Funkhardware, Antennen, Mission-Computer und Reserven |
| Flugzeit hohe Relay-Konfiguration | ca. 20–25 Minuten bei hoher Missionsnutzlast, konfigurationsabhängig |
| Tetherbetrieb | konfigurationsabhängig möglich; nicht für die bestehende TELEVATOR-/Landering-Architektur vorgesehen |
| Mission-Computer | projektspezifische Mission-Computer-Konfiguration, z. B. mit 256-GB-SSD, Video- und Datenverarbeitung, IP-Streaming, Recording und containerfähiger Softwareumgebung |
| Systemintegration | IP-basierte Architektur für Video, Telemetrie, Steuerdaten, Netzwerkdienste und missionsspezifische Datenströme |
Bei Relay-Konfigurationen wird nicht nur das Gewicht einzelner Funkmodule betrachtet. Entscheidend sind die gesamte Systemintegration aus Antennen, Verkabelung, Halterungen, Energiebedarf, thermischer Reserve, Datenlink-Architektur und gewünschter Betriebsdauer.
Tetherbetrieb | Relay-Höhe & Nutzlastreserve
Tetherbetrieb für erhöhte Relay-Positionen
VECTIS R Relay M2 kann projektspezifisch als Tether-Relay-Konfiguration ausgelegt werden. Für Relay-Anwendungen ist dabei besonders relevant, dass Funk- und Datenlink-Hardware über längere Zeit in einer erhöhten Position betrieben werden kann.
Im Tetherbetrieb wird die nutzbare Missionsnutzlast durch das gesamte angebundene System bestimmt. Neben Relay-Hardware und Antennen müssen Tetherkabel, Tether-Interface, Pufferakku, Mission-Computer, Halterungen, Verkabelung, Integrationsreserve sowie Wind- und Querzugkräfte berücksichtigt werden.
Eine höhere Tetherposition kann die Funk- und Datenlink-Abdeckung verbessern, reduziert aber gleichzeitig die sinnvoll verfügbare Nutzlastreserve. Kabelgewicht, Tetherwinkel, Windlast und thermische Betriebsreserven werden daher gemeinsam mit der gewünschten Relay-Höhe bewertet.
| Tetherhöhe | realistische Relay-Missionsnutzlast mit Windreserve | Einordnung für VECTIS R Relay M2 |
|---|---|---|
| ca. 50–60 m | ca. 2,2–2,5 kg | geeignet für schwerere Relay-Hardware, Antennen und Mission-Computer-Konfigurationen |
| ca. 75 m | ca. 1,8–2,0 kg | geeignet für mittlere Relay-Nutzlasten mit guter Höhenreserve, windabhängig |
| ca. 100 m | ca. 1,0–1,3 kg | geeignet für kompaktere Relay-Konfigurationen oder leichtere Kommunikationsmodule |
Relay-Konfigurationen oberhalb von ca. 2,5 kg Missionsnutzlast werden im Tetherbetrieb nicht als Standard angegeben. Solche Auslegungen müssen projektspezifisch anhand von Windlast, Tetherwinkel, Energiebedarf, Antennengeometrie, Schwerpunktlage und thermischen Reserven bewertet werden.
Aufgrund der unteren Propeller und der abweichenden Fahrwerks- und Landegeometrie ist VECTIS R Relay M2 nicht für die bestehende TELEVATOR-/Landering-Architektur vorgesehen. Der Tetherbetrieb wird daher als eigenständige, konfigurationsabhängige Systemauslegung betrachtet.
Projektanfrage | VECTIS R Relay M2
VECTIS R Relay M2 für Relay- und Datenlink-Anwendungen konfigurieren
VECTIS R Relay M2 ist für Projekte vorgesehen, bei denen Funkmodule, Antennen, Datenlink-Hardware, Mission-Computer und projektspezifische Kommunikations- oder Netzwerkkomponenten in eine fliegende Relay-Plattform integriert werden müssen. Die konkrete Auslegung hängt von Nutzlast, Antennengeometrie, Energiebedarf, Akkubetrieb oder Tetherbetrieb, Einsatzhöhe und gewünschter Betriebsdauer ab.
Für eine belastbare Relay-Konfiguration prüfen wir Relay-Hardware, Datenlink-Architektur, Energieversorgung, IP-Anbindung, Bodenstation, Flugzeitreserve, Tetherbetrieb und Integrationsaufwand gemeinsam mit den Projektanforderungen.